Gaspreise sollen erneut steigen

Freitag 25. Juli 2008 drucken drucken

Kaum ein Monat vergeht ohne Preissteigerungen, nun sind – allen Floskeln der „Demokraten” zum Trotz – erneut die Gaspreise dran

Daß die Gas- und Ölpreise seit Jahren steigen, spüren die Bürger am eigenen Geldbeutel, seit Jahren kündigen die „demokratischen” Lobbyisten im Bundes- und Landtag eine härtere Gangart gegen die Anbieter an, das war es aber auch schon. Nicht zuletzt der amerikanischen Welteroberungspolitik und Globalisierung haben die Menschen die drastischen Preiserhöhung natürlicher Ressourcen zu verdanken, deren Lobbyisten sich in den Parlamenten es sich gemütlich eingerichtet haben.

Nicht weniger als 106 Gasversorger haben angekündigt, ihre Preise zum 1.9.2008 um bis zu 29 Prozent – durchschnittlich 17,1 Prozent – erneut anzuheben. Die Schuld ausschließlich bei den Versorgern zu suchen wäre dabei zu kurz gegriffen, diese nutzen lediglich die Systemlücken sowie die Untätigkeit der Lobbyisten in den Parlamenten aus. Gerade die Parlamentslobbyisten sind es, die am lautesten mitteilen, solche Entwicklungen „kritisch” zu betrachten. Sie sprechen von Kartellen und haben mit ihrer globalisierungsextremistischen Politik aber erst die Weichen dafür gestellt. Daß der „mündige” Bürger dennoch untätig zuschaut, sich von den abendlichen Endlossendungen ablenken läßt, einem Präsidentschaftskandidaten zujubelt, der in seiner außenpolitischen Darstellung die Ursachen us-amerikanisch geführter (Ressourcen-)Kriege gar nicht erst anspricht, wirft ein bezeichnendes Licht auf die gesellschaftliche Situation.

Es ist eine Politik der Doppelmoral, wenn Abgeordnete in den Aufsichtsräten und Vorständen der Energieversorger tätig sind, oder wie derzeit die Versorger komplette Richtlinien und Gesetze ausarbeiten. Andererseits reiht sich dies in die marktwirtschaftliche Situation ein, der das kapitalorientierte System anhängt. Ludwig Erhard würde sich angewidert wegdrehen und solch einer Politik den Rücken zukehren. Damit jedoch würde Erhard sich automatisch von Seiten der „Demokraten” dem Extremismusvorwurf ausgesetzt sehen.

Will der Bürger den steigenden Preisen im Bereich des Grundbedarfs etwas entgegensetzen, dann hat er – anders als die Extremisten in den verantwortlichen Altparteien mit ihrer Aufforderung zum Anbieterwechsel suggerieren – nur die Möglichkeit, sich eine andere politische Vertretung zu geben. In Verbindung mit der Abschaltung der Blendprogramme und dem Lesen der „rechten” Zeitung stünde ihm der Weg offen, eine raumorientierte – sprich die regionalen – Wirtschaft durchzusetzen.