Kinder immer öfter Opfer von israelischen Bombenangriffen
Samstag 3. Januar 2009
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Mit unverminderter Härte greift die israelische Luftwaffe den Gaza-Streifen an
Während die BRD-Medien ununterbrochen davon berichten, daß bis zu einer Million Israelis auf der Flucht sind, weil sie in der Reichweite von Raketen der Hamas sind, können die Palästinenser durch die hermetische Abrieglung des Gaza-Streifens durch Israel nicht fliehen und sind deren Luftangriffen ausgesetzt. Mit verheerenden Folgen: 430 Tote und 2.200 Verletzte sollen die israelischen Angriffe auf palästinensischer Seite in den wenigen Tagen schon gefordert haben.
Als „Erfolg” wurde der Tod des Hamas-Führers Nisar Rajan in den Medien der westlichen Hemisphäre verbreitet. Dieser kam bei einem israelischen Luftangriff um. Israel seinerseits dementiert dennoch die gezielte Ausschaltung von führenden Politikern der Hamas. Daß aber bei dem Luftangriff, bei dem Rajan umkam, kein militärisches Ziel ausgemacht wurde, sondern das Haus von Nisar Rajan, wurde weitestgehend in den deutschen Medien ausgeblendet. Ebenso der Umstand, daß neben Rajan vier Frauen und elf Kinder in dessen Haus allein bei diesem israelischen Luftangriff umkamen.
Kritik an Israel wird allgemein als „rechtsextreme” Äußerung gewertet, so ursprünglich auch die deutscher Bischöfe im Jahr 2006. Dabei wird ausgeblendet, daß auch in Israel Menschen auf die Straße gehen, um gegen die Blockade Israels, in dessen Folge eine humanitäre Katastrophe entstand, und diesen blutigen Krieg zu demonstrieren. So wirft die israelische Menschenrechtsorganisation B’tselem der Armeeführung vor, nicht ausreichend zwischen zivilen und militärischen Objekten zu unterscheiden, was einen klaren Verstoß gegen die Genfer Konvention darstellt. Auch die Bombardierung von Polizei- und Regierungsgebäuden sei ungerechtfertigt, so B’tselem, da auch diese als zivile Ziele zu betrachten seien.
Während in der BRD von Seiten der Regierung aus CDU und SPD keine konstruktive Kritik am Vorgehen der israelischen Armee zu vernehmen ist, ganz im Gegenteil, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gab die Alleinschuld der Hamas, spricht B’tselem eine andere Sprache und widerspricht damit der deutschen Regierung sowie den Darstellungen deutscher Massenmedien. Ist dies die vielbeschworene Demokratie? Oder stellt das Schweigen auf die Vorwürfe von B’tselem eine Gleichstellung mit politischer Klassifizierung dar? Wohl kaum. Denn mittlerweile sollen neben militärischen Gebäuden und Polizei- sowie Regierungseinrichtungen auch Moscheen, Schulen und Krankenhäuser getroffen worden sein.
Während in der BRD Schulklassen von einer Fotoschau in die die nächste Veranstaltung entsendet werden, um zu erfahren, was Krieg bedeutet, scheuen sich augenscheinlich die verantwortlichen Parteien für diese Bildungspläne aber nicht, Waffen und Munition in den Nahen Osten zu verkaufen oder steuerfinanziert zu verschenken. Dabei wäre keine Kriegspartei in der Lage sich eine militärische Auseinandersetzung mit all dem Morden zu erlauben, wenn sie nicht militärisch hochgerüstet würde. Kriegsverbrechen und Verstöße gegen die Genfer Konventionen, Raketen- und Luftangriffe wären ohne wirtschaftliche und politische Nutznießer der westlichen Hemisphäre undenkbar.
War es der Umstand, endlich Gehör zu finden oder Ergebnis europäischer Schulpolitik? In Bern (Schweiz) zogen Demonstranten mit einem Transparent vor die israelische Botschaft, auf dem der Davidstern mit dem Hakenkreuz gleichgestellt wurde. Man stelle sich vor, in der BRD wäre dies geschehen. Politisches Entsetzen gab es zwar auch in der Schweiz, von Forderungen nach einem Parteiverbot indes war nichts zu vernehmen. Dies kann allerdings auch an dem Umstand liegen, daß es sich bei den Demonstranten augenscheinlich um Immigranten handelte.